Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Europe and Israel (July 1 - September 24, 2009). Concert reports, set lists, photos, media coverage, multimedia links, recollections...
iveta
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby iveta » Sat Aug 29, 2009 6:09 pm

Oh I saw him for the first time, and that was something real, it changes everything.
Tell me somebody how such a wise, passionate, still so laidback and witty person can walk this earth???
The only way how to live with this is to write some sort of discreet report, I´ll finish and proofread it and post it in a few hours....

But first things the first, the setlist, but I´m not completely sure, correct when necessary:

First part.

1. Dance Me to the End of Love
2. The Future
3. Ain't No Cure for Love
4. Bird On The Wire
5. Everybody Knows
6. In My Secret Life
7. Who By Fire?
8. Lover, Lover, Lover
9. Waiting for the Miracle
10. Anthem

Second part:

11. Tower of Song
12. Suzanne
13. Sisters of Mercy
14. The Partisan
15. Boogie Street
16. Hallelujah
17. I'm Your Man
18. Take This Waltz

First encore:

19. So Long, Marianne
20. First We Take Manhattan

Second encore
22. Famous Blue Raincoat
21. If It Be Your Will
22. Closing Time

Third encore:

23. I Tried To Leave You
24. Whither Thou Goest
Of course I´m pathetic, I´ve spent my life getting the most impressive stuff out of the most impressive books. Malcolm Bradbury
Dreamhunter
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CONCERT REPORT: Bratislava, 28.8.2009

Postby Dreamhunter » Sat Aug 29, 2009 6:49 pm

Dear friends,

this is the report I wrote for an opera-magazine/website - sorry that it is only in German, I didn't have the time to translate it right now -

HE’S OUR MAN
LEONARD COHEN
Bratislava, 28.8.2009

Es bedarf manchmal eines kriminellen Elements damit man in den Genuss des besten Konzerts kommen kann, das man in seinem ganzen Leben besucht hat – und das inkludiert Konzerte aller Arten – seien es nun Liederabende oder klassische Konzerte im Musikvereinssaal, Folkkonzerte oder Rockkonzerte. Als sich Leonard Cohen in den 1990ern für viele Jahre in das buddhistische Zen-Kloster auf Mount Baldy zurückzog, dort Koans studierte und als Priester mit dem Namen „Jikan“ (Der Schweiger) ordiniert wurde, veruntreute seine (jetzt ehemalige) Managerin sein gesamtes Vermögen, sodass er – nachdem er das Kloster verlassen hatte – ohne Altersversorgung da stand. Diese Geldnot veranlasste ihn, mit 73 Jahren wieder auf Tournee zu gehen. In der Zwischenzeit – Cohen wird in weniger als einem Monat 75 Jahre alt – schließen hunderttausende „Cohenites“ die Ex-Managerin in ihre Abendgebete /-meditationen ein, weil es dadurch noch einmal die Möglichkeit gab, diesen Sänger/Songwriter noch einmal live zu erleben.

Cohen sah sich selbst immer mehr als Poeten denn als Sänger an, was auf Grund der Limitierung seines Stimmumfanges absolut nachvollziehbar ist. Aber was er aus dieser Stimme macht, wie viel Gefühl, Weisheit und Demut er seine Lieder interpretiert – ja das ist unvergleichbar. Man braucht nur den Klang seiner ersten Aufnahmen aus dem Jahr 1967 mit dem von 2009 vergleichen – die Stimme ist tiefer, breiter und ausdrucksstärker denn je. Ich denke, dass er jetzt die Stimme – und das Alter – für die Lieder hat, die er vor 42 Jahren geschrieben hat.

Im Rahmen seiner European Summer Tour beehrte Cohen die Incheba Expo Hall in Bratislava und in etwa 4000 Besucher hatten sich eingefunden. Das Konzert war schon seit langem ausverkauft – trotzdem versuchten Dutzende, noch vor der Halle Karten zu bekommen – es wurden auf dem Schwarzmarkt bis zu 500 Dollar pro Karte geboten – das erinnerte mich schon an den Netrebko-Hype in Wien.

Der Liederabend – als solchen empfand ich ihn – ließ keine Wünsche offen. Eine der großen Stärken von Cohen war es immer, großartige Musiker um sich zu versammeln – wahre Großmeister. So auch dieses Mal. Besonders beeindruckten der „Master of Breath“, Dino Soldo, der Klarinette, Saxophon, Mundharmonika und Keyboards spielte sowie vor allem der Spanier Javier Mas, der auf der 12-saitigen Gitarre, Bandurria und anderen akustischen Saiteninstrumenten einen mediterranen Touch einbrachte und die Instrumente mit allerhöchster Virtusiotät beherrschte. Weitere Bandmitglieder waren der „Prince of Precision“, Perkussionist Rafael Gayol, Keyboarder Neil Larsen, Gitarrist Bob Metzger und der „Musical Director“ und Bassist Roscoe Beck. Alle diese Musiker gehören zur absoluten Weltspitze und wurden von Cohen auch entsprechend gewürdigt. Er zog im wahrsten Sinne des Wortes immer und immer wieder den Hut vor ihnen.

Seine drei Backgroundsängerinnen haben alle samt auch eine eigene erfolgreiche Karriere. Sharon Robinson, die auf eine klassische Klavierausbildung zurückblicken kann, hat eine dunkel timbrierte Stimme, während Charley und Hattie Webb, von Cohen als „the sublime Webb-Sisters“ vorgestellt, beides Soprane sind und – selbst begleitet mit irischer Harfe und Gitarre – mit einer unglaublich Version von „If it be your will“ das Publikum verzauberten. Dieses „Gebet“ war schon im Zugabenteil und es fühlte sich hier wie bei einer Messe an – oder, um denn Bezug zur Oper zu bringen – wie bei der Enthüllung des Grals bei Parsifal.
Engelsstimmen zu einem wunderschönen Text – wie im übrigen an diesem Abend sicherlich „Prima le parole voi le musica“ zutreffend war.

Für all diejenigen, die mit dem Lied nichts anfangen können, hier ein Link zu einer Aufnahme davon - http://www.youtube.com/watch?v=mTf2KD75zOM

Einer der großen Vorteile zeitgenössischer Lieder ist es, dass Künstler diese immer wieder neu arrangieren können, ohne dass das Publikum und die Kritik sie niedermacht (man stelle sich vor, was passieren würde ein Pianist bei einer Beethoven-Sonate zum Improvisieren beginnen!). So können karge Arrangements aus den 1960ern für die Band neu geschrieben werden und somit den Liedern noch mehr tiefe verliehen werden. Ein herausragendes Beispiel dafür ist „The Partisan“, die Ballade über die französische Resistance – ein Musikstück, dass, wenn man sich mit dem Text beschäftigt zum Weinen schön ist.

Original - http://www.youtube.com/watch?v=oG4ndbhOkpI
Version 2009 - http://www.youtube.com/watch?v=seXMLRpDXYk

Insgesamt dauerte das Konzert – inklusive 7 Zugaben – zweieinhalb Stunden lang. Und da bewies es sich wieder einmal dass jemand, der wirklich etwas zu sagen hat, keinen unnötigen Firlefanz braucht, um sein Publikum in seinen Bann zu ziehen. Keine Tänzer, Videoeinspielungen. Im Hintergrund die Projektion des Cohen-Gemäldes „Montreux Girl“, die Bühne – je nach Lied – in einheitliches Licht getaucht. Das war’s schon. Cohen selbst – wie auch die übrige Band – im Nadelstreifanzug und „Fedora-Hat“. Ein 75-jähriger, weißhaariger Mann, keine 1,70 Meter groß – aber mit einer unendlichen Ausstrahlung. Er selbst hat in seinem Leben sicherlich nichts ausgelassen, wie er selbst immer in Interview betonte – Drogen, Alkohol und seine großes Liebe – die Frauen. Und einigen verdanken wir die schönsten Liebeslieder und Beziehungslieder überhaupt – „Chelsea Hotel #2“ (das Lied, das er für Janis Joplin geschrieben hat und das den Rezensenten dazu verleitet hat, sich für einen Tag in ebendiesem Hotel um USD 330,- ohne Frühstück einzuquartieren… - leider war das auf der Setlist nicht dabei), „So Long Marianne“ (für die Norwegerin, die mit ihm einige Jahre auf der griechischen Insel Hydra verbracht hat), „Suzanne“ , die an diesem Tagen etwas über-arrangierte Danksagung an die „Sisters of Mercy“ (da wäre meiner Meinung nach eine reduzierte Version mehr gewesen) oder „Famous Blue Raincoat“, für das er spontane Standing Ovations erhielt.

Die Reise aus 40 Jahren Musikgeschichte führte uns in „The Future“, gemeinsam mit Cohen nahmen wir Berlin ein „First We Take Manhattan, then we take Berlin“, bestiegen mit ihm den „Tower of Song“, verharrten andächtig bei „Hallelujah“ und konnten bei „Take This Waltz“ die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Zu Beginn des Konzerts sagte er zum Publikum „It might be the last time that we cross our paths, so we will give you everything we have“. Er hat nicht zu wenig versprochen. Als sich auf der Bühne die Band, Tontechniker, Crew und Cohen mit “Whither thou goest”, einem Lied, dessen Text eine Adaption der Worte aus der Bibel (Ruth 1:16-17) sind, verabschiedete, hoffte er, dass Menschen, die einen Partner haben, mit ihm glücklich sind und „all of you who are lonely may you find your blessing in solitude“. Schöner und wahrer kann man sich nicht von „seinem“ Publikum verabschieden.

Noch nie in meinem Leben bin ich mit so hochgesteckten Erwartungen in ein Konzert gegangen – ich wartete immerhin mehr auf 21 Jahre darauf, diesen Künstler wieder einmal sehen und hören zu dürfen – und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil – jetzt, 18 Stunden nach dem Konzert, wirkt es noch viel stärker nach, als ich es erwartet habe.

Kurt Vlach

P.S. Ein Muss für jeden, der Lieder mag – die DVD seiner aktuellen Tournee, „Leonard Cohen – Live in London“. Obwohl er da vor 20.000 Besuchern singt und seine Musik eher zu intimeren Rahmen passt, schafft er es – besonders im 2.Teil des Konzerts – dass man glaubt, dass er nur für einen persönlich singt. Und das ist glaube ich das Höchste, was ein Interpret zu bieten hat.
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Wimmer
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby Wimmer » Sat Aug 29, 2009 6:51 pm

HI!!

Hey that`s now to say Goodby was singing!!!
The list is correct!
It was fantastic!!!!!!
And i meet Mr. Cohen after the show! And after 35 years ago I got
my 2 Autograph from him :razz: Attempts to upload my pictures :roll:
Will take
Marina
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby Dreamhunter » Sat Aug 29, 2009 7:03 pm

This is the report I wrote for an Austrian Opera/Concert-Online-Magazine where I am a contributor - sorry it is only in German right now, didn't have the time to translate it.

I was moved to tears, the best thing which ever happened in all my concert-life. What a phantastic man, what a phantastic band...

HE’S OUR MAN
LEONARD COHEN
Bratislava, 28.8.2009

Es bedarf manchmal eines kriminellen Elements damit man in den Genuss des besten Konzerts kommen kann, das man in seinem ganzen Leben besucht hat – und das inkludiert Konzerte aller Arten – seien es nun Liederabende oder klassische Konzerte im Musikvereinssaal, Folkkonzerte oder Rockkonzerte. Als sich Leonard Cohen in den 1990ern für viele Jahre in das buddhistische Zen-Kloster auf Mount Baldy zurückzog, dort Koans studierte und als Priester mit dem Namen „Jikan“ (Der Schweiger) ordiniert wurde, veruntreute seine (jetzt ehemalige) Managerin sein gesamtes Vermögen, sodass er – nachdem er das Kloster verlassen hatte – ohne Altersversorgung da stand. Diese Geldnot veranlasste ihn, mit 73 Jahren wieder auf Tournee zu gehen. In der Zwischenzeit – Cohen wird in weniger als einem Monat 75 Jahre alt – schließen hunderttausende „Cohenites“ die Ex-Managerin in ihre Abendgebete /-meditationen ein, weil es dadurch noch einmal die Möglichkeit gab, diesen Sänger/Songwriter noch einmal live zu erleben.

Cohen sah sich selbst immer mehr als Poeten denn als Sänger an, was auf Grund der Limitierung seines Stimmumfanges absolut nachvollziehbar ist. Aber was er aus dieser Stimme macht, wie viel Gefühl, Weisheit und Demut er seine Lieder interpretiert – ja das ist unvergleichbar. Man braucht nur den Klang seiner ersten Aufnahmen aus dem Jahr 1967 mit dem von 2009 vergleichen – die Stimme ist tiefer, breiter und ausdrucksstärker denn je. Ich denke, dass er jetzt die Stimme – und das Alter – für die Lieder hat, die er vor 42 Jahren geschrieben hat.

Im Rahmen seiner European Summer Tour beehrte Cohen die Incheba Expo Hall in Bratislava und in etwa 4000 Besucher hatten sich eingefunden. Das Konzert war schon seit langem ausverkauft – trotzdem versuchten Dutzende, noch vor der Halle Karten zu bekommen – es wurden auf dem Schwarzmarkt bis zu 500 Dollar pro Karte geboten – das erinnerte mich schon an den Netrebko-Hype in Wien.

Der Liederabend – als solchen empfand ich ihn – ließ keine Wünsche offen. Eine der großen Stärken von Cohen war es immer, großartige Musiker um sich zu versammeln – wahre Großmeister. So auch dieses Mal. Besonders beeindruckten der „Master of Breath“, Dino Soldo, der Klarinette, Saxophon, Mundharmonika und Keyboards spielte sowie vor allem der Spanier Javier Mas, der auf der 12-saitigen Gitarre, Bandurria und anderen akustischen Saiteninstrumenten einen mediterranen Touch einbrachte und die Instrumente mit allerhöchster Virtusiotät beherrschte. Weitere Bandmitglieder waren der „Prince of Precision“, Perkussionist Rafael Gayol, Keyboarder Neil Larsen, Gitarrist Bob Metzger und der „Musical Director“ und Bassist Roscoe Beck. Alle diese Musiker gehören zur absoluten Weltspitze und wurden von Cohen auch entsprechend gewürdigt. Er zog im wahrsten Sinne des Wortes immer und immer wieder den Hut vor ihnen.

Seine drei Backgroundsängerinnen haben alle samt auch eine eigene erfolgreiche Karriere. Sharon Robinson, die auf eine klassische Klavierausbildung zurückblicken kann, hat eine dunkel timbrierte Stimme, während Charley und Hattie Webb, von Cohen als „the sublime Webb-Sisters“ vorgestellt, beides Soprane sind und – selbst begleitet mit irischer Harfe und Gitarre – mit einer unglaublich Version von „If it be your will“ das Publikum verzauberten. Dieses „Gebet“ war schon im Zugabenteil und es fühlte sich hier wie bei einer Messe an – oder, um denn Bezug zur Oper zu bringen – wie bei der Enthüllung des Grals bei Parsifal.
Engelsstimmen zu einem wunderschönen Text – wie im übrigen an diesem Abend sicherlich „Prima le parole voi le musica“ zutreffend war.

Für all diejenigen, die mit dem Lied nichts anfangen können, hier ein Link zu einer Aufnahme davon - http://www.youtube.com/watch?v=mTf2KD75zOM

Einer der großen Vorteile zeitgenössischer Lieder ist es, dass Künstler diese immer wieder neu arrangieren können, ohne dass das Publikum und die Kritik sie niedermacht (man stelle sich vor, was passieren würde ein Pianist bei einer Beethoven-Sonate zum Improvisieren beginnen!). So können karge Arrangements aus den 1960ern für die Band neu geschrieben werden und somit den Liedern noch mehr tiefe verliehen werden. Ein herausragendes Beispiel dafür ist „The Partisan“, die Ballade über die französische Resistance – ein Musikstück, dass, wenn man sich mit dem Text beschäftigt zum Weinen schön ist.

Original - http://www.youtube.com/watch?v=oG4ndbhOkpI
Version 2009 - http://www.youtube.com/watch?v=seXMLRpDXYk

Insgesamt dauerte das Konzert – inklusive 7 Zugaben – zweieinhalb Stunden lang. Und da bewies es sich wieder einmal dass jemand, der wirklich etwas zu sagen hat, keinen unnötigen Firlefanz braucht, um sein Publikum in seinen Bann zu ziehen. Keine Tänzer, Videoeinspielungen. Im Hintergrund die Projektion des Cohen-Gemäldes „Montreux Girl“, die Bühne – je nach Lied – in einheitliches Licht getaucht. Das war’s schon. Cohen selbst – wie auch die übrige Band – im Nadelstreifanzug und „Fedora-Hat“. Ein 75-jähriger, weißhaariger Mann, keine 1,70 Meter groß – aber mit einer unendlichen Ausstrahlung. Er selbst hat in seinem Leben sicherlich nichts ausgelassen, wie er selbst immer in Interview betonte – Drogen, Alkohol und seine großes Liebe – die Frauen. Und einigen verdanken wir die schönsten Liebeslieder und Beziehungslieder überhaupt – „Chelsea Hotel #2“ (das Lied, das er für Janis Joplin geschrieben hat und das den Rezensenten dazu verleitet hat, sich für einen Tag in ebendiesem Hotel um USD 330,- ohne Frühstück einzuquartieren…), „So Long Marianne“ (für die Norwegerin, die mit ihm einige Jahre auf der griechischen Insel Hydra verbracht hat), „Suzanne“ , die an diesem Tagen etwas über-arrangierte Danksagung an die „Sisters of Mercy“ (da wäre meiner Meinung nach eine reduzierte Version mehr gewesen) oder „Famous Blue Raincoat“, für das er spontane Standing Ovations erhielt.

Die Reise aus 40 Jahren Musikgeschichte führte uns in „The Future“, gemeinsam mit Cohen nahmen wir Berlin ein „First We Take Manhattan, then we take Berlin“, bestiegen mit ihm den „Tower of Song“, verharrten andächtig bei „Hallelujah“ und konnten bei „Take This Waltz“ die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Zu Beginn des Konzerts sagte er zum Publikum „It might be the last time that we cross our paths, so we will give you everything we have“. Er hat nicht zu wenig versprochen. Als sich auf der Bühne die Band, Tontechniker, Crew und Cohen mit “Whither thou goest”, einem Lied, dessen Text eine Adaption der Worte aus der Bibel (Ruth 1:16-17) sind, verabschiedete, hoffte er, dass Menschen, die einen Partner haben, mit ihm glücklich sind und „all of you who are lonely may you find your blessing in solitude“. Schöner und wahrer kann man sich nicht von „seinem“ Publikum verabschieden.

Noch nie in meinem Leben bin ich mit so hochgesteckten Erwartungen in ein Konzert gegangen – ich wartete immerhin mehr auf 21 Jahre darauf, diesen Künstler wieder einmal sehen und hören zu dürfen – und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil – jetzt, 18 Stunden nach dem Konzert, wirkt es noch viel stärker nach, als ich es erwartet habe.

Kurt Vlach

P.S. Ein Muss für jeden, der Lieder mag – die DVD seiner aktuellen Tournee, „Leonard Cohen – Live in London“. Obwohl er da vor 20.000 Besuchern singt und seine Musik eher zu intimeren Rahmen passt, schafft er es – besonders im 2.Teil des Konzerts – dass man glaubt, dass er nur für einen persönlich singt. Und das ist glaube ich das Höchste, was ein Interpret zu bieten hat.
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sturgess66
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby sturgess66 » Sat Aug 29, 2009 7:27 pm

Dreamhunter - I hope you don't mind if I post a Google translation of your very good article? I will delete it if someone someone has a better translation. I am posting the "pure" Google version. :lol:
HE'S OUR MAN
LEONARD COHEN
Bratislava, 28.8.2009

It sometimes requires a criminal element, so you can benefit from the best concert that has been visited in his life - and that includes concerts of all kinds - be they recitals or classical concerts in the Musikverein, folk concerts and rock concerts. As Leonard Cohen at the 1990 retreat for many years in the Buddhist Zen monastery on Mount Baldy, where he studied koans and as a priest by the name "Jikan" ( "The Silent), was ordained, misappropriated his (now ex-) manager his entire fortune so that he - after he had left the monastery - there was no pension. This lack of money caused him to go with 73 years back on tour. In the meantime - Cohen is in less than a month, 75 years old - include hundreds of thousands "Cohenites' ex-manager in their evening prayers / meditations, as this makes it even had the chance to experience this singer / songwriter live again .

Cohen saw himself more as a poet than as a singer, which is due to the limitations of his vocal volume completely understandable. But what he makes of that voice, how much feeling, wisdom, and humility, he interprets his songs - yes, the incomparable. We need only the sound of his first recordings from the 1967 comparable with a 2009 - the voice is deeper, wider and more expressive than ever. I think that he now has the voice - and age - for the songs he wrote 42 years ago.

As part of his European Summer Tour honored Cohen Incheba Expo Hall in Bratislava and in about 4000 visitors had gathered. The concert was sold out for a long time - still trying dozens to get tickets before the hall - it was offered on the black market up to $ 500 per ticket - which reminded me already in the hype Netrebko in Vienna.

The evening of songs - as such I felt it - was nothing to be desired. One of the great strengths of Cohen has always been to gather great players around him - true Grand Master. So this time is particularly impressed by the "Master of Breath," Dino Soldo, clarinet, saxophone, harmonica and played keyboards and especially the Spaniard Javier Mas, who on the 12-string guitar, Bandurria and other acoustic stringed instruments, a Mediterranean touch brought in and the instruments with the highest Virtusiotät dominated. Other band members were of the "Prince of Precision," Rafael Gayol percussionist, keyboard player Neil Larsen, guitarist Bob Metzger and the musical director and bassist Roscoe Beck. All these musicians belong to the absolute world leaders by Cohen and were also duly appreciated. He pulled in the truest sense of the word over and over again salute them.

His three backup singers all have their own, including a successful career. Sharon Robinson, who has a classically trained pianist, has a dark-timbred voice, while Charley and Hattie Webb presented by Cohen as "the sublime Webb Sisters, both sopranos, and - accompanying himself with an Irish harp and guitar - with a incredible version of "If it be your will" enchanted the audience. This "prayer" was already in the encores, and here it felt like a fair - or, to put it related to the opera - as with the unveiling of the Grail in Parsifal.
Angel voices in a beautiful text - as in the rest of that evening certainly "Prima le parole le voi musica" was correct.

For those who can not do anything with the song, here's a link to a recording of it - http://www.youtube.com/watch?v=mTf2KD75zOM

One of the great contemporary songs is that these artists are constantly able to rearrange, without the audience and the critics massacred it (just imagine what would happen to start a pianist at a Beethoven sonata to improvise!). Thus, sparse arrangements of the 1960s for the band can be re-written, and thus the songs are given even more profound. A prime example is "The Partisan," is the ballad about the French Resistance - a piece of music that, when dealing with text cry beautiful.

Original - http://www.youtube.com/watch?v=oG4ndbhOkpI
Revision 2009 - http://www.youtube.com/watch?v=seXMLRpDXYk

Overall, the concert - including 7 encores - two and half hours last long. And as it proved once again that anyone who has something to say, no unnecessary frills needed to draw his audience in his spell. No dancers, video recordings. Immersed in the background, the projection of the Cohen-painting "Montreux Girl", the stage - depending on the song - in uniform light. That's it. Cohen himself - as has the rest of the band - in the pinstripe suit and "Fedora". A 75-year-old, white-haired man, not 1.70 meters tall - but with an infinite radiance. He has missed in his life, certainly not, as he himself always emphasized in an interview - drugs, alcohol and his great love - the women. And some of them we owe the most beautiful love songs and relationship songs ever - "Chelsea Hotel # 2" (the song he wrote for Janis Joplin and has led the reviewer to be for a day in that very hotel at $ 330, - excluding breakfast quartered ...) "So Long Marianne" (for the Norwegian, who brought with him a few years on the Greek island of Hydra), "Suzanne," which to this day (a little over-arranged thanks to the Sisters of Mercy "because would, in my opinion, a more reduced version was) and "Famous Blue Raincoat," for which he received a spontaneous standing ovation.

The journey from 40 years of music history led us into "The Future", along with Cohen, we took Berlin, a "First We Take Manhattan, then we take Berlin", climbed with him the "Tower of Song" remained devoutly in "Hallelujah" and were able to "Take This Waltz" restrain her tears no longer.

At the beginning of the concert, he told the audience, "It might be the last time that we cross our paths so we will give you everything we have. He has not promised too little. When the band on stage, sound technicians, crew and Cohen with "Whither thou goest," a song whose text is an adaptation of words from the Bible (Ruth are 1:16-17), adopted, he hoped that people who have a partner who is happy with him and "all of you who are lonely may you find your blessing in solitude". Beautiful true and you can not approve of "his" audience.

Never in my life so I went with high expectations to a concert - I waited at least 21 years longer to be allowed to see these artists again and hear - and the expectations were not disappointed. On the contrary - now, 18 hours after the concert, it still seems like a lot more than I expected.

Kurt Vlach

P.S. A must for anyone who likes the song - the DVD of his current tour, "Leonard Cohen - Live in London". Although he was in front of 20,000 visitors and more intimate singing his music tends to fit the context, he creates it - especially in the 2nd part of the concert - that it is believed that he personally only for a sing. And that is I think the greatest thing is to provide an interpreter.
> swap
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kaz
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby kaz » Sat Aug 29, 2009 7:53 pm

Hello,

Link to the clip with Leonard`s final words,thanks to the crew and
the blessing.

http://www.youtube.com/watch?v=lLOgKGQRP7U

Kaz,
Last edited by kaz on Sun Aug 30, 2009 5:56 pm, edited 1 time in total.
1985:Zabrze 2008:Dublin x 2 /London O2/Praha/Wroclaw/
2009
:Bratislava/2010:Katowice/Bratislava./2013:Lodz/Vienna
iveta
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby iveta » Sat Aug 29, 2009 8:48 pm

Marina, I'm greedy for your photos. Kurt, I'm greedy for your translation.
And thank you so much for the videos, they sent me back there for a few minutes.
I'm sending my report.
I was never any good at writing reports - English is my second language and therefore not brilliant, and I have no musical ear, so I focused on poetry...
It may be gramatically incorrect, you may find pathetic or not observant enough...anyone is free to edit...
Oh crown of light, oh darkened one....

„May you be surrounded with your family and friends, and if this is not your life, may you find your blessings in solitude“

The goodbye. The intruduction of the band. The jokes. No even mentioning the songs. Every single word was a poetry that night, on the 28th of August in Bratislava. And what a poetry it was...
He started with dancing you to his beauty with his burning band. And there we were, drinking his wine, succumbed to the rhythm...such a sweet gentleman, fedora hat off, kneeling and thanking the audience for their warm reception...
But poetry is more than pleasant beauty. I started to realize this during the Future, sliding all directions...But the strongest word was yet to come. It seemed that he’s doing only the first, „the drunken and knighty,“ part of „The bird on a wire.“ Instrumental play, clapping, the song seemed to be finished. But there was a chilling silence followed by the truth of the coarse voice: „Like a baby still born, like a beast with his horn, I have torn everyone who reached out for me.“
Disturbing, terrifying, essential, close to the bone...the burden of hurting the others just because we are born this way...
I held tight to my chair, almost feeling that such a pain should not be a part of public show. But I was grateful for such an intense emotion, especially when it was most appropriately followed by the jocular list of public secrets „Everybody knows“, and we danced and laughed with relief.
Cohen once said that though he considers himself kind of clever writer, he is not a really significant one, not in the same league as Poe or Baudellaire. That evening I felt that’s exactly where he is. He could put us so hight and deep, just like the best of the classics. Just like them he shows that human personality is an unlimited countryside, displaying its range from deep rivers up to the highest mountains. Demostrating the width and range of our internal worlds, he eventually makes us more deeper and more respectful...
But not to forget the heights. The joy and laughter. The love words addressed so seriously to Javier Mass. And The Miracle: including the complaint about critics („there ain’t no entertainment, and the critics are so severe“) and the proposal to Sharon Robinson (Hey, baby, let’s get married, we’ve been alone too long, let’s be alone together...“too long“ echoed Sharon jocularly.“)
He carefully served the laughter after moments of tension: when singing Hallelujah, after the chilling display of the fighting nature of love („ all I ever learned from love was how to shoot at someone who outdrew you“ ), he made the charming geographical tour joke (You know I didn’t come here to Bratislava just to fool ya ).
And the final joke: after the period of exhaustive clapping, when he came back for the last encore, he coined his unsuccefull attempt to get out of the stage with „I tried to leave you.“
And the way he left the stage each time: some call it a „prozac jump“, but after wittnessing such perfection, we, the audience, felt like jumping. I can see that the author just gets jumpingly jubilant.
To sum up: we laughed and almost cried, we prayed passionately (If it be your will) , we succumbed to the sounds of beauty, we clapped our hands out, but we knew we could never be grateful enough.
Some critics believe that the best poets should be maniodepressive. I suppose that Poe and Baudellaire were in same way as Leonard: good at love and hate but freezing in between. Losing the patience for the beauty. Spending life on a trampoline must be dizzing, exhausting, full of painfull falls. I should feel compassion. In a way, I do. But I almost feel guilty for truly relishing painfully wide range of emotion and thought. I know we need it.
Baudelaire and Poe are dead, but as Lou Reed once said, we are honoured to live in the same time as Leonard Cohen. And we could enter the burning and freezing world of the truly accursed poet.
O Crown of Light, O Darkened One, I never thought we’d meet.
Last edited by iveta on Mon Sep 28, 2009 5:25 pm, edited 3 times in total.
Of course I´m pathetic, I´ve spent my life getting the most impressive stuff out of the most impressive books. Malcolm Bradbury
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby iveta » Sat Aug 29, 2009 8:55 pm

Priceless.
Everything here but especially the youtube video of final words.
I edited them in my report.

Thank you so much.
i
Of course I´m pathetic, I´ve spent my life getting the most impressive stuff out of the most impressive books. Malcolm Bradbury
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silvinka
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby silvinka » Sat Aug 29, 2009 8:59 pm

It was beautiful evening, amazing... THANKS
lc 9.jpg
But you stand there so nice, in your blizzard of ice,
oh please let me come into the storm
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martali
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby martali » Sat Aug 29, 2009 10:48 pm

kaz wrote:Hello,

Link to the clip with Leonard`s final words,thanks to the crew and
blessing:

http://www.youtube.com/watch?v=lLOgKGQRP7U

I hope there will be more videos from Bratislava on YouTube
soon.Premier concert videographer IrishAl was there and made
recordings.I was sitting right behind him and was trying to protect
him from the ushers ;-) .I had the pleasure to meet these lovely
and friendly people from Dublin,Albert and Mary.

Kaz,
Thank you Kaz so much....
Great video and looking for more ;-)
Marta
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juriusz
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby juriusz » Sat Aug 29, 2009 11:53 pm

/After just reading this forum for over two years, I've decided to join./
Of course loved show in Bratislava, even though my seat was pretty far from the scene.
One question: does anyone remember ending of "Bird on the Wire"? Or maybe has recorded it?
Last edited by juriusz on Sun Aug 30, 2009 2:48 am, edited 1 time in total.
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sturgess66
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby sturgess66 » Sun Aug 30, 2009 12:27 am

juriusz wrote:/After just reading this forum for over two years, I've decided to join./
Of course loved show in Bratislava, even though my seat was pretty far from the scene.
One question: does anyone remember ending of "Bird on a Wire"? Or maybe has recorded it?
Welcome juriusz - and I noticed that the "Bird" was on the set list - and am patiently waiting and hoping that Sir Albert Noonan has video of it. :lol: :lol:

Also - how 'bout some of those other interesting "alternates" on the set list. Maybe we will hear some of them at future shows. :D :D
Miro77
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby Miro77 » Sun Aug 30, 2009 1:32 am

Dear friends and fans of Leonard Cohen,
I would like to share with you my feelings about yesterday's concert in Bratislava. First let me say, that from 1996 when I first realised that the Suzanne is Cohen's song till 13th of April this year, when it was annonced that Bratislava will be one of the cities Mr. Cohen will honour with his presence, I was almost sure, that my dream of visiting of live concert of someone who actually lived in the most inspirational times for modern music (sixties naturally) will remain just a dream...
Secondly, the period from April 14th when I booked the tickets till yesterday evening was the time when I could not convince myself that that dream can actually come true and I was so worried of some unpredictable circumstances which could prevent me from visiting an event which I marked as cultural event of the 20 years of freedom in Slovakia.
But... it all happened and when I saw the legend appearing on stage of Incheba Exhibition Hall I realized that miracles happen in this life too. What followed was 3 hours of constant touching of my soul and I could not help and I hope it will not sound too blasphemous but that evening felt like a little piece of heaven to me...
Seeing the great maestro performing all his masterpieces with such devotion and humbleness made me almost cry...I actually cried inside from the great relief that God blesses us all, some of us directly like in case of Mr. Cohen and rest of us through the people like Leonard Cohen. Thank you Lord, for blessing us through his songs...
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IrishMar
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby IrishMar » Sun Aug 30, 2009 2:02 am

Linda I see you are patiently awaiting Bird on the Wire. Take it from a reliable source it is on the way :D
2008 DUB3 LDN Helsinki LDN Paris MAN
2009 NYC Boston Weybridge DUB4 Belfast Lisboa Bratislava Barcelona Chicago LV SJ
2010 Zagreb Sligo2 Berlin Ghent2 Firenze Marseille Katowice Bratislava Victoria Vancouver LV2
2012 Ghent2 A'dam2 Helsinki DUB4 Verona Paris2 Boston2
2013 NYC Brussels Prague Vienna Zurich MAN
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sturgess66
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Re: CONCERT REPORT: Bratislava August 28

Postby sturgess66 » Sun Aug 30, 2009 2:58 am

IrishMar wrote:Linda I see you are patiently awaiting Bird on the Wire. Take it from a reliable source it is on the way :D
Hallelujah! :lol: :lol:

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